Halbzeit in Kiripotib

  • die perfekte Wolkenoptik

Erneut - und nun schon im dritten Jahr in Folge - verlängern einige Mitglieder die Segelflugsaison in der Vorweihnachtszeit in Kiripotib in Namibia: Günther, Andi und Ekhardt teilen sich dort derzeit gemeinsam einen Arcus M. Das extrem trockene Klima am südlichen Wendekreis, wo um diese Jahreszeit die Sonne nahezu senkrecht steht, ermöglicht unglaubliche Segelflugbedingungen, die in Mitteleuropa in dieser Form nirgendwo anzutreffen sind.

Die Thermik bietet oft Steigwerte über 5 m/s - und findet ihr oberes Ende oftmals erst jenseits von 5000m NN. Wenn die Luft zu trocken ist, kann es allerdings auch vorkommen, daß gar keine Kondensation erfolgt. So mussten die drei Piloten bislang einige Male recht lange Anflüge in der Blauthermik in Kauf nehmen, bis sie ca. 150 km weiter nordöstlich bei Gobabis Anschluss an die Wolkenthermik hatten. Ab dann ermöglicht die starke Cumulusthermik jedoch Genussfliegen pur - dann kann man mit hoher Geschwindigkeit entlang tragender Linien mit nur wenigen Kreisen zum Höhengewinn unter den Wolken entlang schießen. Auf diese Art gelangen während der ersten Hälfte des Aufenthaltes auf der Farm schon Flüge jenseits der 700km und 800km -Marke. Mindestens ebenso beeindruckend wie die erzielbaren Flugleistungen sind die landschaftlichen Ausblicke und Erlebnisse. In der fast unendlichen Weite der Kalahari ziehen sich endlose rote Dünen durch die Landschaft, die teilweise von großen, hellen Salzpfannen unterbrochen wird; im Westen in Richtung der Namib geht die Kalahari in eine schroffe und unwirtliche Felsenwüste über, während das Buschland im Nordosten von Kiripotib etwas grüner und einladender wirkt. Landbar sind diese Landschaften - abgesehen von vereinzelten Flugplätzen und Landestrips bei den weit auseinander liegenden Farmen allerdings so gut wie überhaupt nicht. Unter anderem auch deshalb tragen die großen Arbeitshöhen zum Wohlgefühl der Piloten bei.  

  • Trotz der endlosen Weite trifft man manchmal auf Gleichgesinnte

  • die Farm von Kiripotib mit der Start-/Landebahn

  • Andi und Guenther machen sich startbereit

  • Nach einem erlebnisreichen Flug schmeckt das Landebier besonders